Der Countdown läuft!

 

Die Tage sind nun an einer Hand abzählbar, bis es losgeht zu den „International Youth Olympic Games“ in Durham. Das Training läuft auf Hochtouren und die Spannung steigt immer mehr. Viele Fragen gehen einem durch den Kopf…

  •  wie ist es bei der Jugendolympiade mitzuturnen?
  • werden alle Erwartungen erfüllt?
  • wie wird die Begegnung mit den Sportlern aus anderen Ländern sein?

Mit 19 Jugendlichen und deren Betreuern aus den Sportarten Schwimmen, Leichtathletik und Kunstturnen fliegen wir ( Nele Epskamp / Lara Wlodarczyk) vom 13. bis 17. Juni nach England und werden neben der Teilnahme an den International Youth Olympics viel Rahmenprogramm erleben. Ausflüge zum Strand und Museum sind geplant, sowie die Teilnahme am Fackellauf der Olympischen Flamme. Neben der Erkundung des Landes und der Teilnahme an Wettkämpfen, an denen sich gegenseitig kräftig angefeuert wird, steht das Kennenlernen der Sportler aus anderen Ländern auch im Vordergrund.

 

Mit Trainingsjacken und T-Shirts neu ausgestattet kann es losgehen. Dafür ein dickes Dankeschön an die Sponsoren (Jugendamt Kreis Wesel und die Polizei-NRW).

 

Wir sind bereit, auch wenn uns durchaus klar ist, dass wir keine großen Chancen haben, zu gewinnen. Doch alleine so einen Wettkampf mal mitzuturnen, tolle Sportler kennen zu lernen und live zu erleben ist eine Herausforderung. Erfahrungen zu sammeln und in einer so „tollen“ Halle turnen zu dürfen, zeichnen diesen Flug aus. Gespannt sind wir, wie es wird, und hoffen, dass uns unsere neuen Übungen gelingen werden.

 

Wir bedanken uns im Voraus schon bei Sarah und Silvia Lange für die Bemühungen und die tolle Betreuung. Der Aufenthalt wird sicherlich eine großartige Erfahrung für alle Beteiligten.

 

Lara Wlodarczyk

 


 

Olympic Youth Games, County Durham, 13. – 17. Juni 2012

 

Mit jeder Menge Fragen und einer großen Portion Unsicherheit im Gepäck sind wir vor einigen Tagen zu den “International Olympic Youth Games“ in die County Durham aufgebrochen – um einige Erfahrungen und Erlebnisse bereichert sind wir nun wieder zurück.

Hinter uns liegen fünf spannende, abwechslungsreiche aber auch anstrengende und nervenaufreibende Tage.

Besonders der Wettkampf am Donnerstag wird uns sicher lange in Erinnerung bleiben.

Allein, in einer Turnhalle zu turnen, die mit solchen Geräten ausgestattet ist, war die Reise wert. Beide Turnerinnen haben enorme Leistungen gezeigt, sind über sich hinausgewachsen, konnten ihre Ängste überwinden und vor einem 200 Leute starken, internationalen Publikum überzeugen.

Am Ende verpassten die Beiden in der Mannschaftswertung nur ganz knapp die Bronze-Medaille; die Leistungen der englischen Kunstturnerinnen und der Delegation aus Tübingen sind für unsere Möglichkeiten unerreichbar. Auch der Trainingsstand der Französinnen auf Platz drei und besonders ihre gezeigten Übungen unterscheiden sich deutlich vom Können unserer Turnerinnen!

Auf ihren Erfolg, in einem internationalen Wettkampf nicht, wie befürchtet, den letzten Platz zu belegen, sondern eine Platzierung im Mittelfeld zu erreichen können Lara und Nele sehr stolz sein – ich bin es allemal!

 

Nach Absolvieren des Gerätturn-Wettkampfes konnten wir die übrigen Tage recht entspannt angehen und sowohl die Schwimmer als auch die Leichtathleten des Kreises Wesel bei ihren Wettkämpfen anfeuern. Nachdem die Schwimmer bereits einige Medaillen gewonnen hatten, begeisterten uns die Leichtathleten, die bei ihren in strömendem Regen und Gewitter stattfindenden Wettkämpfen weitere Siege für „unseren Kreis“ ergattern konnten.

Gemeinsam mit den Siegen der anderen deutschen Sportler aus Tübingen erreichte Deutschland so in der Medaillenwertung Rang 2.

 

 

 

Abgesehen von den sportlicher Erfolgen sind natürlich die Begegnungen mit Sportlern aus so vielen verschiedenen Ländern etwas Besonderes – wie oft hat man schon die Möglichkeit, mit knapp 200 Jugendlichen aus Ungarn, Russland, Bangladesh und Sri Lanka gemeinsam auf einem Marktplatz in England das Olympische Versprechen zu geben oder mit Trainern aus Frankreich und Jordanien nach einem gemeinsamen Essen das Tanzbein zu schwingen?!

Zwar war die Kommunikation bisweilen nahezu unmöglich, aber mit Händen und Füßen konnte sich doch jeder verständigen; und die für einige doch sehr widrigen Bedingungen der Unterbringung schweißten zusätzlich international zusammen!

 

Gekrönt wurde die Zeit in England mit der Anwesenheit beim Olympic Torch Relay am Samstag. Eine Veranstaltung mit Volksfestcharakter bei dem die erwarteten 20.000 Leute mit Regenjacken und Schirmen vier Stunden auf das Eintreffen des Trägers der Olympischen Flamme warteten. Wir haben es gesehen, das Olympische Feuer, das strotz des strömenden Regens nicht erlosch!

 

Auch wenn wir wohl noch einige Tage brauchen werden, um Schlaf nachzuholen und verlorene Kräfte aufzutanken, sind wir froh, Teil dieses Events gewesen sein zu dürfen und hoffen, die ein oder andere Bekanntschaft weiter ausbauen zu können – wer weiß, vielleicht gibt es ja tatsächlich mal ein Trainingslager in der „Pinken Halle“ in Spennymore!